TKT (Testturm ThyssenKrupp)

Werner Sobek

Projektangaben

Warum wurde das Material gewählt?

Die Textilfassade prägt das Erscheinungsbild des Turms, hat aber auch wichtige technische Funktionen. Hierzu zählt insbesondere die Reduzierung windinduzierter Schwingungen und thermischer Spannungen.

Was macht den Materialeinsatz besonders?

Eine Fassade aus Stoff ist bislang noch nie in dieser Größe gebaut worden. Der Testturm beschreitet auch in dieser Hinsicht technisches Neuland.

Welche besondere Qualität erzielt das Material?

Die textile Hülle schützt und schmückt den Turm, ist leicht und rezyklierbar, bietet mit der Höhe wechselnde Blickbeziehungen. Sie verkörpert die Rolle der Fassade als dritte Haut des Menschen in vorbildlicher Weise.

Projektbeschreibung

Der Testturm von ThyssenKrupp ist mit rund 246 Metern eines der höchsten Bauwerke Deutschlands. Der Turm dient dem Testen und der Zertifizierung von Hochgeschwindigkeitsaufzügen. Eine öffentliche Besucherplattform ermöglicht auf 232 Meter Höhe eine atemberaubende Aussicht. Damit verfügt der Turm über die höchste Besucherplattform Deutschlands. Darüber hinaus ist er das höchste textilverkleidete Gebäude der Welt. Der Testturm beschreitet also auch diesbezüglich absolutes Neuland. Die Textilverkleidung hat nicht nur eine gestalterische Funktion, sondern bietet auch technische Vorteile. Durch die spiralförmige Anordnung entsteht eine sogenannte Scruton-Wendel. Diese beeinflusst die Wirbelablösung am Turm und verringert die Beanspruchung durch Querschwingungen um ca. 40 %. Des Weiteren bietet die textile Verkleidung einen Witterungsschutz. Sie verschattet die Betonstruktur und reduziert so die durch Sonneneinstrahlung induzierten, teilweise erheblichen Spannungen.

Materialien

PTFE-Gewebe
Verseidag

Zement
Holcim

Kategorien

Materialklasse:

Unternehmen

Werner Sobek
Albstraße 14
70597 Stuttgart
Deutschland
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Fotograf: Zooey Braun (Fotos) / Werner Sobek (Renderings)

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