"Haus Altenberg" Neustrukturierung, Sanierung und Erweiterung der Jugendbildungsstätte des Erzbistums Köln

gernot schulz : architektur gmbh

Projektangaben

Warum wurde das Material gewählt?

Der Klinker harmonisiert außergewöhnlich mit den verschiedenen steinernen Fassaden der Bestandsbauten. Ausdruckstarke Sichtbetonflächen, Handwerker traditioneller und Spezialisten neuer Bautechniken haben mit ihrem Wissen zum Gesamtausdruck und punktuellen Highlights im Gefüge beigetragen.

Was macht den Materialeinsatz besonders?

Bei der Kapellenfassade ist es gelungen Baukunst zu schaffen. Perfekte Fertigteile aus Österreich, Luxemburger Glashalterungen zur nicht Sichtbarkeit reduziert, mittelalterliche Grissaille-Technik auf Glas und Betonfertigteile wie Teile eines mittelalterlichen Maßwerkfensters gefügt.

Welche besondere Qualität erzielt das Material?

An die Identität des Ortes als „Klausur im Tal“ soll mit archaischen Materialien an die verloren gegangene Klosterarchitektur erinnert werden. Gewölbte Beton- und tektonische Lamellendecken übertragen die Atmosphäre historischer Räume und Strukturen in die Neuzeit ohne jedoch diese zu kopieren.

Projektbeschreibung

Die Neustrukturierung, Sanierung und Erweiterung des „Haus Altenberg“, der Jugendbildungsstätte des Erzbistums Köln, war bautechnisch und denkmalpflegerisch ein hochkomplexes Unterfangen. Verschiedenste Zeitschichten, die komplette Zerstörung durch einen Brand, der Wiederaufbau, Rekonstruktionen und bauliche Ergänzungen der Klosteranlage aus dem 13. Jhd waren Ausgangspunkt der Planungen.
Mit einer verblüffend einfachen Gebäudekonfiguration und explizit zeitgemäßen Mitteln gelingt die Wiederherstellung einer Gesamtanlage, welche die Historie lesbar erhält, sie dennoch im Sinne dieses Ortes weiterentwickelt und sich räumlich und atmosphärisch beinahe selbstverständlich in die historische Anlage einfügt. Höhepunkt ist die neu geschaffene Kapelle, die mit ihrer Zweischiffigkeit eine überraschende Raumkonzeption erhält. So ist dieses Projekt beispielhaft für eine behutsame aber dennoch eigenständige Weiterentwicklung von historischen Baubestand.

Materialien

Wasserstrichklinker, gedämpft
Backsteinkontor, Köln

Faserbeton mit mehrseitiger Sichtbetonqualität
Rieder, A-Maishofen

Floatglas in Grisaille Technik mit Schwarz- und Braunlot behandelt
Glasmalerei Peters Studios, Paderborn

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Materialklasse:

Unternehmen

gernot schulz : architektur gmbh
Vorgebirgstraße 338
50969 Köln
Deutschland
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Fotograf: Simon Wegener

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