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Holz-Phänomene

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Der Wald
Der Wald ist ein Ökosystem welches gebildet wird von zahlreichen Pflanzen und Tieren. Etwa 30% der festen Erdbodenfläche sind mit Wald bedeckt. Die Bundesrepublik Deutschland besitzt schätzungsweise 10,8 Mio. ha Wald, welcher zu 98% wirtschaftlich genutzt wird. Circa 46% sind Staatswald, 20% Körperschaftswald und 34% in Privatbesitz. Von den 10,8 Mio. ha Wald sind es 1/3 Laubbäume und 2/3 Nadelbäume.

Holzenergie
Brennholz
Holz ist einer der ältesten Brennstoffen welche die Menschheit kennt. Die Vielzahl an Holzarten unterscheidet sich im Heizwert und der Brenndauer. Durch die steigenden Gas- und Ölpreise ist Brennholz wieder sehr beliebt. Brennholz und Feuerholz sind eigentlich umgangssprachliche Begriffe für Energieholz. Um Brennholz zu entzünden, können kleine Äste als Zunder verwendet werden.

Holzpellets
Die Holzpellets werden hauptsächlich aus naturbelassenen Sägemehl und Hobelspäne hergestellt und besitzen die Form eines Zylinders. Zur Herstellung wird der Rohstoff unter hohen Druck gepresst, es werden aber keine chemischen Bindemittel verwendet. Holzpellets haben einen Heizwert von fünf kwh/ kg. Ein halber Liter Heizöl entspricht in etwa einem Kilogramm Pellets.
Holzbriketts
Holzbriketts werden aus nachwachsenden Rohstoffen und aus trockenen, unbehandelten Holzresten unter Druck hergestellt. Nach dem Pressverfahren sind die Brikets alle gleich groß und hart. Brikets haben in etwa das Brennverhalten wie Braunkohle, wobei das Brennverhalten vom jeweiligen Ausgangsmaterial abhängt ist. Im Vergleich zu Braunkohle produzieren die Priketts weniger Ruß, Asche und Schwefel.

Vorteile gegenüber dem klassischen Brennholz:
- Briketts haben bezogen auf das Volumen den höheren Heizwert
- Briketts benötigen weniger Platz zum lagern und haben eine handlichere Verpackung.
- Briketts haben eine geringere Restfeuchte, die zudem bei den Priketts aus einer Produktion gleich ist

Flüssigholz
Flüssigholz ist ein Verbundwerkstoff der genauso wie Kunststoff extrudiert, gespritzt oder geschäumt werden kann. Es ist ein Ersatzwerkstoff für Holz und wird besonders gerne bei Bauteilen mit einer komplizierten Form verwendet. Flüssigholz weist sehr ähnliche Eigenschaften wie natürliches Holz auf. Es gibt Flüssigholz das zu 100% aus nachwachsenden Rohstoffen besteht oder welches dass als Verbundsmaterial aus Kunststoff und Holz hergestellt wird. Nicht nur das sich Flüssigholz leichter verarbeiten lässt sondern es besitzt auch gleichmäßigere Eigenschaften da keine Faserrichtung vorhanden ist. Zur Herstellung wird keine Holztrocknung benötigt, was die Produktionszeit und den Energieaufwand verringert. Flüssigholz hat eine geringe Wärmeausdehnung und weist eine hohe Steifigkeit auf.
Der Hauptbestandteil von Flüssigholz ist Lignin, welches in jeder verholzten Pflanze gebildet wird und bei der Papierherstellung als Nebenprodukt ausgeschieden wird. Lignin kann nun mit anderen Naturfasern vermischt und zu einem Granulat gebildet werden. Es kann aber auch mit pflanzlichen Fasern, Stärke und biologisch abbaubaren oder umweltschonenden Kunststoff vermischt werden und als Granulat gebildet werden. Es gibt aber noch eine andere Vorgehensweise der Flüssigholzherstellung, bei der erst der Kunststoff flüssig gemacht wird und die Holzpartikel dann dazugegeben werden, bevor das Gemisch in eine Form gepresst wird.

Energieered Wood Products
Als lasttragender Werkstoff ersetzt es im Baugewerbe das Vollholz. Beispiele hierfür sind Furnierschichtholz, Scrimber sowie Spann- und Furnierstreifenholz. Sie weisen eine hohe Festigkeit auf und sind meist belastbarer als Vollholz. Die Belastbarkeit ist abhängig von der Faserrichtung. Für die Herstellung werden Späne und Furniersteifen mit Phenolharzen verklebt und sind daher beständig gegenüber Wasser und Feuchtigkeit.
Kork
Kork wird aus der nachwachsenden Rinde der Korkeiche gewonnen, welche alle 8-10 Jahre geschält wird. Das pflanzliche Gewebe ist aus lufthaltigen Zellen aufgebaut. In den Zellulosewänden befindet sich Suberin, welches wasserabweisend ist. Kork schwimmt daher auf Wasser und lässt keine Flüssigkeiten oder Gase durch. Kork wurde auf Grund seiner positiven Eigenschaften wie das es schall- und wärmedämmend ist, schon in der Antike verarbeitet. Zudem hat Kork eine hohe Elastizität, verschleißarm, feuerfest, leicht zu verarbeiten und ein schlechter Leiter für Elektrizität.
Rindentuch
Rindentuch wird aus der Rinde des wildwachsenden Mutba-Feigenbaums hergestellt. Es ist unter dem Markennamen BarkCloth und BarkTex bekannt und wird gerne im Kleidungs- und Möbelbereich eingesetzt. Nach dem schälen wird die Rinde tagelang in handarbeit zu einem flachen Tuch weich geklopft. Durch mit eingearbeiteten Textilien wird die Oberfläche versiegelt und dadurch abriebfest gemacht. Auch dienen die Textilien zum Schutz vor äußeren Einflüssen. Durch spezielle Ausrüstungsverfahren kann man das Rindentuch auch wasserabweisend, feuer- und reißfest machen. Die Ausrüstung kann auch eine elastische und geschmeidige Struktur bewirken. Keines dieser Tücher gleicht dem anderen und zeigt sich je nach Lichtsituation und Blickwinkel anmutig wie Leder oder leicht wie ein Fleece Stoff. Es können auch Laminate aus den Rindentüchern unter Einfluss von Druck hergestellt werden. Dafür werden Rindentücher mit Phenol- und Aminoplastpapiere miteinander verpresst. Das Laminat besitzt eine fühlbare Oberflächenstruktur. Gerade für seine besondere Oberflächenerscheinung ist das Rindentuch im Accessoire- und Modebereich beliebt. Rindentücher können aber auch im Möbelbau zum Beispiel als Tischplatten eingesetzt werden.

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