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Das Holz Lexikon

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Das Holz Lexikon

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A
Abbinden
Abbinden ist das Verfestigen der Klebschicht zwischen den zu verklebenden Fügeteilen.
Abholzig
Die Abholzigkeit ist ein Holzfehler und tritt dann auf wenn die Abnahme des Stammdurchmessers auf einen Meter Stammlänge mehr als einen Zentimeter beträgt. Das Holz hat eine verringerte Biegefestigkeit, da mehr Fasern durchgeschnitten werden.
Absoluter Luftfeuchtegehalt
Der absolute Luftfeuchtegehalt ist der Anteil des Wasserdampfs am Gasgemisch in Räumen. Die relative Lustfeuchtigkeit ist das geläufigste Maß für die Luftfeuchte und wird in Prozent angegeben.
Absorption
Adsobtion ist die Aufnahme von gebundenem Wasser aus der Umgebungsluft durch die Zellwand.
Absperrfurnier
Die Furniere sperren die Platte bei der Plattenherstellung ab, was bedeutet dass die Platte an weitere Bewegungen und Veränderungen verhindert werden soll.
Anisotrophie
Anisotrophie bedeutet die Abhängigkeit der Holzeigenschaften von der Richtung.
Arbeiten
So wird die Volumenänderung des Holzes bei Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit genannt.

B
Balken
Als Balken bezeichnet wird Schnittholz dessen größte Querseite mindesten 20 cm beträgt.
Beschichtungswerkstoffe
Natürliche oder chemische Stoffe, die zur Oberflächenveredelung verwendet werden.
Biegefestigkeit
Gibt an wie viel Beanspruchung auf die Biegung eines Stabes benötigt wird um diesen zu Bruch zu bringen.
Bläue
Der Bläuepilz verfärbt Holz in einen grauen bis schwarz-blauen Ton.
Blutringe
Zellreihen, die mit dunklen Kernstoffen angefüllt sind und sich auffällig abzeichnen werden Blutringe genannt.
Bohlen
Schnittholz mit einer Mindestdicke von 40mm und einer Breite von mehr als der zweifachen Dicke.
Braunfäule
Die Braunfäule auch Destruktionsfäule genannt ist der Abbau von der helleren Cellulose durch eine bestimmte Pilzart.

C
Cellulose
Cellulose ist der Hauptbestandteil von pflanzlichen Zellwänden und damit die häufigste organische Verbindung. Chemisch gesehen handelt es sich um ein hochpolymeres Polysaccarid mit kettenförmiger Molekülstruktur.

D
Dauerhaftigkeit
Als Dauerhaftigkeit wird der Widerstand gegen Pilzangriffe bezeichnet. Die Dauerhaftigkeit wird durch chemische und biologische Faktoren bestimmt.
Deckfurnier
Um eine edle Holzoptik zu erzielen werden Deckfurniere zum Belegen von Plattenmaterial oder anderen Materialen verwendet.
Dehnung
Als Dehnung wird die Längenveränderung bezeichnet die durch Einfluss von Zug oder Druck bewirkt wird.
Delaminierung
Lösen der Einzelschichten von Werkstoffverbunden.
Drehwuchs
Faserverlauf der Schraubenförmig ist und in Richtung der Stammachse verläuft.
Durchfalllast
Als Durchfalllast werden Äste bezeichnet, die ohne Verbindung sind und meist nach der Trocknung ausfallen.

E
Einlauf
Durch Luftzutritt an den Enden frisch geschnittener Stämme, können Farbveränderungen auftreten. Sie Verursachen aber keine Minderung der Festigkeitseigenschaften und können mit Pilzbefall verwechselt werden.
Elastizität
Die Eigenschaft von Werkstoffen mit wieder umkehrbarer Zustandsänderung auf eine einwirkende Kraft zu reagieren.
Entspannen
Auf Grund einer künstlichen Trocknung entstandene Spannungen werden durch eine Lagerung, die mit der gewünschten Holzfeuchtigkeit im Gleichgewicht steht, gelöst.

F
Farbtextur
Wenn farbige Inhaltstoffe unregelmäßig Eingelagert sind, bewirken sich farbliche Zeichnungen oder Streifigkeit im Holz.
Faser
Fasern sind lange und dickwandige Zellen, die wesentlich zur Festigkeit des Holzes beitragen. Sie bilden die kleinste Einheit des Holzes, welche mit dem bloßen Auge zu erkennen ist.
Fäulnis
Fäulnis wird die Zersetzung des Holzes, verursacht durch Pilze, genannt.
Feinjährigkeit
Ein Holz wird als Feinjährig bezeichnet, wenn seine Jahrringe möglichst eng und gleichmäßig gewachsen sind.
Fügelast
Bezeichnung eines Astes, welcher parallel zu seiner Längsrichtung geschnitten wird.
Fräßgänge
Fräßgänge sind Bohrgänge von Insekten oder Laven, die daher auch als Wurmlöcher bezeichnet. Durchmesser und Tiefen der Gänge variieren je nach Insektenart erheblich.
Frisches Holz
Beliebiger Holzfeuchtegehalt oberhalb der Fasersättigungsfeuchte.
Frühholz
Als Frühholz wird die meist weiche und helle Schicht bezeichnet, die zu Beginn der Wachstumsperiode entsteht.

G
Gebundenes Wasser
Gebundenes Wasser befindet sich in den Zellwänden im Gegensatz zu freiem Wasser, welches sich in den Zellhohlräumen befindet. Nach der Holztrocknung hat das Holz meist nur noch gebundenes Wasser.
Gefäße
Gefäße sind röhrenförmige Glieder, die übereinander angeordnet sind und deren Querwände gleich nach dem Entstehen der Zellen aufgelöst werden.
Geschlossene Wartezeit
Die geschlossene Wartezeit ist die Zeit, vom Zusammenlegen der Fügeteile, bis zum Erreichen des vollen Preßdrucks.
Gesundes Holz
Holz, welches frei von Bohrgängen, Pilzbefall und Verfärbungen ist, wird als gesundes Holz bezeichnet.
Grünfeuchte
Grünfeuchte ist der Feuchtegehalt unmittelbar nach dem fällen, sie Entspricht in etwa den Feuchtegehalt von einem lebenden Baum.

H
Halbtrockenes Holz
Holz mit einem mittleren Feuchtegehalt von höchstens 30%.
Harze
Dickflüssige Substanz, die sich in den Harzgängen der Hölzer bildet.
Harzgallen
Im Baumstamm befindende Hohlräume, welche mit Harz gefüllt sind.
Hirnschnitt
Schnitt der entlang des Faserverlaufs geführt wird.
Holzschutzmittel
Das Holzschutzmittel soll das Holz gegen Befall von Pilzen und Insekten schützen.

I
Isotrop
Die Eigenschaften sind nicht von der Richtung abhängig. Isotropie ist das Gegenteil von Anisotropie (siehe oben).

J
Jahrring
Holzmassen, welche ein Baum während eines Jahres produziert. Im Frühjahr bildet der Baum ganz weiches und helles Holz und danach wird schweres, hartes Holz gebildet.

K
Kambium
Kambium ist die dünne Schicht zwischen der Rinde und dem Holz. Diese Schicht bildet nach außen ständig neue Rindenzellen und nach innen neue Holzzellen.
Kernholz
Der innere Teil des Stammes wird Kernholz genannt. Das Kernholz ist oft von dunklerer Färbung und widerstandsfähiger gegen Pilzbefall.
Kernrisse
Kernrisse sind Risse, die vom Mark ausgehen und dem Verlauf der Holzstrahlen folgen.
Konditionieren
Wird gemacht um nach der Holztrocknung noch bestehende Feuchteunterschiede und Trocknungsspannungen auszugleichen.
Kurzbrüchigkeit
Brüchiges Kernholz, erkennbar durch eine ausbrechende Oberfläche im Kernholz.

L
Längsrisse
Risse die längs zur Faserrichtung verlaufen und meist beim Trocknen auftreten.
Latten/ Leisten
Schnitthölzer, die nicht größer sind als 32 cm² und einer Breite bis 80mm haben.
Laubholz
Laubhölzer besitzen im Gegensatz zu Nadelhölzern Gefäße, welche als kleine Löcher im Querschnitt und als Rillen im Tangentialschnitt zu sehen sind.
Leitgewebe
Leitgewebe sind für den Saftfluss im lebenden Baum zuständig.
Lignin
Lignin ist ein pflanzlicher Bestandteil der für die Verholzung zuständig ist. Er ist in die Zellwand eingelagert und bewirkt dadurch die Verholzung der Zellen.
Lumen
Lumen ist ein von den Zellen eingeschlossener Hohlraum.

M
Markflecken
Flecken mit unterschiedlicher Größe, die nach einem Befall von Minierfliege in der rindennahen Wachstumsschicht entstehen.
Maserholz
Die Maserung entsteht durch eine wuchsanomalie mit veränderten Holzstrukturen. Sie entstehen durch gehäufte auftretende Präventivknoten, die immer im Wachstum unterbrochen und überwachsen werden.
Massivholz
Massivhölzer werden auch als Vollhölzer bezeichnet. Sie werden aus Rohholz gewonnen und haben die Eigenschaften und Farbigkeit des natürlichen Ausgangsmaterials.
Messerfurnier
Von einem Stamm werden dünne Holzblätter(Furniere) schichtweise abgetrennt.

N
Nadelholz
Nadelhölzer sind älter als Laubbäume und erkennbar durch ihre Zapfen, die sie tragen. Sie sind als Weichhölzer bekannt, sind hell gefärbt und preiswerter als Laubhölzer, daher werden sie auch zur Papierherstellung verwendet. Zu den bekanntesten Nadelhölzern zählen Tanne, Fichte, Kiefer, Lärche, Eibe und der Wachholder
Nennmaß
Abmessung die im Verkauf angegeben wird. Im Nennmaß sind Sägeungenauigkeiten, Änderungen des Feuchtegehaltes und weitere Bearbeitungsstufen noch nicht berücksichtigt.

O
Oberflächenrisse
Wird das Holz zu scharf getrocknet treten im Außenbereich Risse auf, die längs zur Faserrichtung verlaufen.

P
Parenchymzellen
Diese Zellen speichern die Nähr- und Aufbaustoffe.
Porenrillen
Sichtbare in Längsrichtung aufgeschnittene Gefäßzellen.

Q
Quellung
Quellung ist ein chemischer Vorgang, bei dem Wasser anlagert, dadurch kommt es zu einer Vergrößerung der drei Abmessungen und damit auch des Volumens.
Querschnitt
Der Schnitt wird quer zum Faserverlauf geführt. Auf der Fläche zeigen sich Jahrringaufbau und Holzstrahlen deutlich.

R
Reaktionsholz
Reaktionsholz zählt zu den Holzfehlern und tritt auf, wenn ein Baum durch Hanglage von Umwelteinflüssen einseitig belastet wird. Bei Nadelhölzern teilen sich auf der belasteten Seite die Kambiumzellen schneller und es entstehen dickere Zellwände. Von außen erkennt man den erhöhten Ligninanteil an der rötlichen Verfärbung. Laubhölzer bilden hangwärts mit der Bildung von Zugholz.
Reifholz
Reifholz ist der Kern eines Holzes der wesentlich wasserärmer ist als der Splint.
Riegelwuchs
Der Riegelwuchs ist eine wellenförmige Verformung aller axial gerichteten Zellstränge quer zur Faserrichtung.
Rinde
Als Rinde werden alle Gewebe außerhalb des Zentralzylinders bezeichnet. Rinde besteht aus lebender Innenrinde und toter Außenrinde.
Ringriss
Risse die in den ersten Schichten des Frühholzes entstehen und meistens durch Wuchsspannungen im Baum hervorgerufen werden.
Rohdichte
Die Rohdichte wird errechnet indem die Masse eines Holzes durch sein Volumen dividiert wird.

S
Saft
Flüssigkeit, die aus Wasser und gelösten anorganischen und organischen Nähr-, Speicher-, und Inhaltsstoffen besteht und von den Leitgeweben des Baumes transportiert wird.
Schälfurnier
Der Baumstamm wird auf einer Schälmaschine bearbeitet. Dazu rotiert der Stamm und ein feststehendes Messer schält kontinuierlich dünne Holzblätter ab.
Schrägfaser
Die Schrägfaser weicht etwas von dem normalen Faserverlauf ab. In Prozenten wird das Verhältnis der Faserabweichung in Querrichtung zur Bezugskante angegeben.
Schüsseln
Schüsseln ist eine Querkrümmung von Holzquerschnitten, verursacht durch schwinden. Dabei wölbt sich die marknahe Seite auf und die rindennahe Seite wird hohl.
Schwarzast
Als Schwarzast wird ein Teil eines Astes bezeichnet, welcher bereits abgestorben ist, aber von weiter wachsendem Holz eines Stammes eingeschlossen ist.
Schwindung
Verkleinerung der Abmessung und des Volumens durch Feuchtigkeitsabnahme.
Spannrückig
Wenn der Querschnitt eines Stammes nicht kreisförmig ist, sonder bedingt durch wulstartige Verstärkungen, sternartig entwickelt ist.
Spätholz
Auf das Frühholz folgende, bei Laubhölzer meist porenärmere und bei Nadelhölzer besonders dunkle und harte Zonen, sie bilden den Abschluss einer Zuwachszone.
Sperrholz
Zur Herstellung von Lagenholz- Furnierplatten werden Schälfurniere mittels Wärme und Druck kreuzweise miteinander verleimt. Die äußeren Schichten müssen immer in die gleiche Richtung verlaufen, deshalb sind Furnierplatten immer von ungerader Zahl und mindestens dreischichtig. Der Name Sperrholz kommt daher, dass das Holz durch die Verkreuzungen am „arbeiten“ gehindert wird.
Spiegel
Fasern, die quer zur Faserrichtung verlaufen. Im Querschnitt erscheinen sie als feine und meist nur mit der Lupe erkennbare Linien aber auf dem Radialschnitt sind sie teils so breit, das sie das Holzbild wesentlich verändern.
Splint
Helles Holz der das Kernholz einschließt und meist 3-5 cm breit ist.
Stehvermögen
Das Stehvermögen gibt an wie sich das Holz verhält bei sich ändernder relativen Luftfeuchte.

T
Taupunkt
Temperatur, bei welcher in der Luft enthaltener Wasserdampf kondensiert.
Thyllen
Thyllen sind blasenartige Zelleinwüchse, welche die Poren verschließen.
Trocknungsspannung
Wenn bei der Trocknung der Schwindevorgang behindert wird, entstehen Spannungen.
Tüpfel
Dünnstellen in der Zellwand zwischen benachbarten Zellen, die den Wasser- und Stofftransport von Zelle zu Zelle ermöglichen.

U
Unbesäumt
Nichtbesäumtes Schnittholz mit Baumkanten an beiden Seiten.

V
Verkernung
Eine Verkernung entsteht dann, wenn sich nachträglich ein Kern bildet. Dies geschieht durch eine Veränderung der inneren Holzsubstanz.
Verschalung
Entsteht dann wenn Trocknungsspannungen die äußere Schicht des Holzquerschnittes unter Druck- und die Innenbereiche unter Zugspannung halten.
Vollholz
Massivhölzer werden auch als Vollhölzer bezeichnet. Sie werden aus Rohholz gewonnen und haben die Eigenschaften und Farbigkeit des natürlichen Ausgangsmaterials.

W
Waldfrisch
Feuchtegehalt nach dem Einschlag. Entspricht in etwa dem Feuchtegehalt eines noch lebenden Baumes.
Warnfähigkeit
Bevor Holz bricht ist ein knisterndes Geräusch zu hören, welches andeutet, dass die Bruchgrenze erreicht ist.
Wollige Oberfläche
Aufstehende Fasern, aus einer bearbeiteten Holzoberfläche. Minderung der Oberflächenqualität, welche oft durch stumpfes Werkzeug verursacht wird.

X
Xylem
Entspricht dem Holzteil.

Z
Zugholz
Holzgewebe, welche den Gebrauchswert des Holzes negativ beeinflussen. Entsteht als Reaktion des Baumes auf einseitig äußere Einwirkungen.
Zwischenkern
Ein heller und weniger widerstandsfähiger Ring der zwischen Kern und Splint wächst.

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