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Kunststoff-Phänomene

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Kunststoffrecycling
Kunststoff hatte eine zeitlang einen schlechten Ruf, da es als billig und vor allem sehr umweltbelastend galt. Erst in den neunziger Jahren kam die Wende. Durch die Umsetzung in Werkstoffkreisläufe zu Denken wurde Kunststoff wieder in ein besseres Licht gestellt. Es wurde festgestellt, dass wenn man die Umweltbeeinflussung näher betrachtet, der Kunststoff besser abschneidet als Hölzer, Gläser und Metalle. Man betrachtete hierbei die Energie- und Ressourcennutzung, die Klimaveränderung, Wasser- und Bodenschädigung und die Abfallerzeugung. Wichtig war an dieser Stelle vor allem die Wiederverwendung einzelner Bauteile oder Produktgruppen wie zum Beispiel Pfandflaschen. Auch wurde das Recycling von Abfällen bedacht. Ein großes Thema in diesem Bereich ist auch die Energiegewinnung durch Verbrennungen. An dieser Stelle ist zu beachten, dass nur 5% der Weltölproduktion in die Kunststoffherstellung eingeht und 90% direkt zur Energiegewinnung genutzt wird.
Für das Kunststoffrecycling stehen zwei Verfahren zur Verfügung. Zum einen ist es möglich thermoplastische Teile erneut aufzuschmelzen und zu einem Granulat zu verarbeiten. Auf Grund der nicht wieder Aufschmelzbarkeit von Elastomeren und Duroplasten gibt es noch ein weiteres Verfahren, die chemische Stoffumwandlung. Bei diesem Verfahren wird der Kunststoff in seine Grundbestandteile zerlegt. Für die Rückführung und Erzeugung qualitativer Recyclingprodukte ist eine sortenreine Trennung von nöten. Wenn dies nicht gewährleistet werden kann, so ist die Herstellung von Polymerblends möglich. Polymerblends bestehen aus einer Mischung verschiedenartiger Kunststoffe mit ihren unterschiedlichsten Eigenschaften. Durch dieses Verfahren werden Kunststoffe mit besonderen Profilen gewonnen. Aus nicht getrennten Rohstoffen können auch dickwandige Produkte hergestellt werden.
Plexiglas
Plexiglas oder auch Acrylglas genannt, wird aus Aceton, Blausäure, Schwefel und Alkohol hergestellt. Trotz des Bestandteils von Blausäure ist Plexiglas ungiftig. Eines der ersten Produkte aus Plexiglas waren die Deckel von Plattenspielern. Plexiglas hat einige Vorteile gegenüber normalen Glas. So ist es leichter zu verarbeiten, transmittiert Licht besser, hat mehr Möglichkeiten der Formgebung, eine 50% geringere Dichte. Allerdings ist es kratzempfindlicher als normales Glas.

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