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Kunststofflexikon

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Das Kunststoff Lexikon

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A
Additionspolymerisation
Monomere werden durch Reaktion zwischen funktionalen Gruppen zu polymeren Molekülen.
Die Monomere werden unter Wanderung von Wasserstoff verknüpft.
Additive
Additive sind Zusatzstoffe, die dem Polymer verschiedene Eigenschaften geben können.
Aktivator
Zusatzstoffe, die sich bei einer chemischen Reaktion verändern können. Für die Reaktion genügt eine geringe Menge.
Amorph
Amorph ist das Gegenteil von kristallin. Das heißt die Moleküle sind unregelmäßig verteilt und sind nicht im regelmäßigen Kristallingitter angeordnet.
Anisotropie
Anisotrophie bedeutet, das Aufweisen verschiedener Eigenschaften in Abhängigkeit der Richtung.
Ataktisch
Die Seitengruppen der Makromoleküle sind unregelmäßig und wechselnd angeordnet.

B
Bearbeitungszugabe
Die Bearbeitungszugabe ist die Differenz zwischen dem Rohmaß und dem Fertigmaß. Hierbei werden zulässige Toleranzen, Unrundheiten, Risstiefen usw. berücksichtigt.
Beschleuniger
Sind dafür da, die Polymerisation zu beschleunigen. Dafür werden Katalysatoren eingesetzt, die sich bei der Polymerisation nicht verändern.
BKF
Hochfester Kunststoff der auch im Flugzeugbau eingesetzt wird. In dem Kunststoff sind Borfasern eingebettet.
Blend
Um mehrere verschiedene positive Eigenschaften in einen Werkstoff zu vereinen werden zwei unterschiedliche Basispolymere in einem Werkstoff vereint.
Butadien
Butadien ist ein Kohlenwasserstoff, der ein wichtiges Ausgangsprodukt für die Herstellung von Kunststoff ist. Der Kohlenstoff ist gasförmig, leicht zu verflüssigen und farblos.

C
Caprolactam
Caprolactam ist ein Vorprodukt zum Polyamid 6.
CFK
CFK ist ein hochfester Kunststoff mit eingebetteten Kohlefasern.
Composite
Werkstoffverbund bestehend aus einer duroplastischen Harzmatrix und einer als Verstärkungsmaterial eingesetzten Glasfaser.
Compound
Mischungen aus einem oder mehreren Kunststoffen und Füllstoffen oder Zuschlagsstoffen.
Copolymere
Aus unterschiedlichen Molekülen zusammengesetzter Thermoplast.
Craze
Sind Vorschädigungen des Materials, die auch zum Bruch führen können.

D
Dichte
Die Dichte ist der Quotient aus Masse und Volumen eines Körpers.
Dielektrizitätszahl
Die Dielektrizitätszahl ist der Quotient der Kapazitäten C und Co.
Duroplast
Duroplast ist ein Kunststoff, der nach dem Aushärten nicht mehr verformt werden kann. Es sind Polymerwerkstoffe, die über chemische Hauptvalenzbindungen dreidimensional fest vernetzt sind.

E
Elastisch
Bei Krafteinwirkung sind diese Werkstoffe dehnbar und biegsam. Wenn man den Einfluss der Kraft wegnimmt ist ein elastischer Werkstoff bestrebt in seine Ausgangsposition zurück zu gehen.
Elastomer
Elastomere sind formfeste Kunststoffe, die sich aber unter Druck- und Zugbelastung verformen lassen. Nach ablassen der Kraft findet der Kunststoff in seine ursprüngliche Form zurück. Der Glasübergangspunkt befindet sich unterhalb der Raumtemperatur.
Ethylen
Ethylen wird durch cracken von Naphta gewonnen und überwiegend zu Polyethylen polymerisiert. Ethylen ist ein farbloses und nahezu geruchloses Gas.
Extrusion
Der zuvor aufgeschmolzene Kunststoff wird in einem kontinuierlichen Verfahren durch eine Düse gepresst.

F
Feinschicht
Die Feinschicht wird auch Gelcode genannt und ist die oberste Schicht an einem glasfaserverstärkten Kunststoff. Der Hartlack soll vor Feuchtigkeit und Druckschäden schützen.
Flammhemmend
Flammhemmend ist ein Stoff dann, wenn er nach Wegnahme der Zündquelle innerhalb kurzer Zeit nicht weiter brennt.
Fluorkunststoffe
Thermoplastische Hochleistungskunststoffe, die über besondere chemische Eigenschaften verfügen.
Formschleuderguss
Die durch Formschleuderguss hergestellten Kunststoffe weisen hervorragende mechanische Eigenschaften auf. Die Kunststoffprodukte haben eine optimale Formfüllung, welche durch die Fliehkraft erreicht wird.

G
GFK
Glasfaserverstärkter hochfester Kunststoff, der in Harz eingebetete Glasfasern beinhaltet.
Glasübergangstemperatur
Ab einer bestimmten Temperatur fangen die Moleküle von Thermoplasten an sich zu bewegen. Der Kunststoff wird weich und formbar ohne sich direkt zu verflüssigen.
Gußpolyamid
Monomere Rohstoffe polymerisieren zu polymeren, hochmolekularen Polyamiden. Die Herstellung verläuft auf rein chemischer Basis.

H
Härte
Die Härte ist der Widerstand, den ein Kunststoff dem Eindringen eines Fremdkörpers entgegensetzt.
Handauflegeverfahren
Beim Handauflegeverfahren wird eine große Negativform mit einem Trennmittel eingesprüht. Danach folgt eine Schicht aus Gelcode, welche am fertigen Formteil die Außenhaut darstellt. Nach aushärten dieser Schicht wird die erste Lage in Harz getränkter Glasfasermatten aufgetragen. Die Harzschicht und die Glasmatten werden nun im Wechsel solange aufgetragen bis die gewünschte Stärke der Wand erreicht ist.
HDT (Wärmeformbeständigkeit)
HDT ist ein Maß für die Temperaturbelastbarkeit von Kunststoffen. Um den HDT festzulegen wird ein Probekörper, welcher unter einer Biegebelastung steht, einem Wärmeträgeröl mit konstant steigender Temperatur ausgesetzt. Bei überschreiten einer Randfaserdehnung von 2% ist die zu messende Temperatur erreicht.
Hochfrequenzschweißen
Beim Hochfrequenzschweißen reiben in einem Thermoplast die Moleküle aneinander. Durch die Reibung entsteht Wärme, welche den Thermoplast von innen herraus verschweißen lässt.

I
Inertheit
Reaktionsträge Materialien, die sich an gewissen chemischen Vorgängen nicht beteiligen.


J
Jet- molding
Mit diesem Verfahren wird technischer Kunststoff aus Duroplast hergestellt. Dabei wird nur die Düse beim Einspritzen beheizt und danach gleich wieder abgekühlt. Die Masse härtet in dem beheizten Werkzeug aus.

K
Kaltfluss
Kaltfluss ist das Strecken von Kunststoff durch eine einwirkende Kraft, welche auch die Schwerkraft sein kann. Die Schwerkraft zieht das Eigengewicht des Kunststoffteils an. Duroplast härtet somit nie aus, was bedeutet das Polyurethane nach Jahren noch fließen.
Kerbempfindlichkeit
Der Kunststoff hat die Neigung zur Rissweiterbildung an gekerbten Kanten oder generell an Stellen mit Spannungskonzentration.
Kondensationsreaktion
Bei einer chemischen Reaktion zweier Moleküle wird ein einfaches Molekül abgespalten. Durch die Polykondensation werden zum Beispiel Polyamid und Polyester hergestellt.
Konditionieren
Konditionieren ist die Feuchtigkeitsaufnahme von Kunststoffen. Die Kunststoffe nehmen unterschiedlich stark Feuchtigkeit auf. Unpolare Kunststoffe nehmen wenig Feuchtigkeit auf im Gegensatz zu polaren Kunststoffen, welche die Eigenschaft haben viel Feuchtigkeit aufzunehmen.
Kriechstromfestigkeit
Die Kriechstromfestigkeit bestimmt ob ein Kunststoff als Isolator dient. Die Kriechstromfestigkeit wird von Farbpigmenten und anderen Werkstoffzusätzen beeinflusset.
Kristallin
Bei einer kristallinen Bindung sind die Moleküle in einer Gitterstruktur angeordnet.

L
Lactam
Aus Lactam wird Polyamid 6 Guss und Polyamid 12 Guss hergestellt.
Läppen
Eine Nachbereitung des Kunststoffes, welcher mit feinsten Schmiermitteln maschinell bearbeitet wird.
Laurinlavtam
Laurinlavtam ist ein Vorprodukt für Polyamid 12.
Lichtechtheit
Die Lichtechtheit bezeichnet die Unempfindlichkeit von Farbstoffen gegenüber dem Einfluss von natürlichem Sonnenlicht.

M
Masterbatch
Masterbatche sind Zusatzstoffen die in hoher Konzentration in polymere Träger eingebunden werden. Dieses Gemisch wird dann mit Kunststoff verarbeitet um die Eigenschaften zu verändern.
Melamin
Melamin ist eine heterocyclische aromatische Verbindung mit der Optik eines weißen Pulvers.
Mikrotom
Um dünne Stoffschnitte zu bekommen, benötigt man einen speziellen Schneideapparat, das Mikrotom.
Monomer
Monomere sind sehr kleine, reaktionsfähige Moleküle, die sich zu Polymeren zusammenschließen.
Morphologie
Die Morphologie ist die Lehre von Formen und Gestalten.

N
Naphta
Naphta ist unbehandeltes Erdöldestillat, aus der Raffination von Erdöl. Er ist ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Kunststoff.

O
Oberflächenenergie
Die Benutzbarkeit einer Oberfläche eines Materials wird als Oberflächenenergie beschrieben. Die Benutzbarkeit von Kunststoff ist wichtig für das Bedrucken und Verkleben der Oberflächen. Polare Oberflächen lassen sich viel besser bedrucken als unpolare.
Opak
Ist ein Kunststoff Opak, so ist er lichtundurchlässig und undurchsichtig.


P
Perlglanz
Durch Partikel aus Glimmer wird der Perlglanzeffekt in Kunststoff erreicht.
Permeation
Bei der Permeation durchdringt ein Stoff einen Festkörper. Dieser Vorgang wird in drei Phasen eingeteilt.
Adsorption: Der Stoff wird von der Oberfläche des Kunststoffes aufgenommen.
Diffusion: Der Stoff diffundiert auf molekularer Ebene in das Material.
Desorption: Der Stoff entweicht auf der anderen Seite des Werkstückes in Form von einem Gas.
Phenolharz
Phenolharz wurde 1907 erfunden und war der erste vollsynthetische Kunststoff auf dem Markt. Dieser Duroplast wird durch Polykondensation hergestellt.
Photopolymerharz
Diese Harze polymerisieren durch Einwirkung von energiereichem UV-Licht.
Plastifizierung
Bei der Plastifizierung geht der Stoff von einem festen Zustand in einen verformbaren über. Speziell bei der Kunststoffherstellung bezeichnet dieser Vorgang das Umformen von granulatförmigem Kunststoff.
Propylen
Propylen ist ein farbloses und geruchsloses Gas, welches ein weiterer wichtiger Grundstoff für die Herstellung von Kunststoff ist. Durch die Polymerisation wird dieses Gas zu Polypropylen verarbeitet.


Q
Querzugfestigkeit
Bei Verbundskonstruktionen ist die Querzugfestigkeit, die Festigkeit quer zur Flächenausdehnung.

R
Rauigkeit
Die Rauigkeit bezeichnet die Oberflächenunebenheit. Diese wird beeinflusset durch die mechanische Bearbeitung wie schleifen, fräsen, drehen und polieren.
Reißdehnung
Mit der Reißdehnung wird die mechanische Belastbarkeit von Kunststoffen beschrieben. Wird der Kunststoff zu stark belastet so bricht dieser.
Rim
Bei diesen Verfahren werden zwei Komponenten zu einer Reaktionsmasse gemischt und direkt in ein formgebendes Werkzeug gespritzt.


S
Schlagzähigkeit
Die Schlagzähigkeit ist die Eigenschaft eines Körpers Stoß- und Schlagenergie zu absorbieren.
Shorehärte
Shore ist die Einheit für die Härte, welche den Widerstand gegen das Eindringen eines anderen Körpers beschreibt.
Sonotrode
Die Sonotrode ist ein Werkzeugteil für das Ultraschallschweißen von thermoplastischen Kunststoffen.
Steifigkeit
Die Steifigkeit beschreibt den Zusammenhang zwischen der Last, die auf einen Körper wirkt und dessen elastischer Verformung.
Styrol
Aus Syrol wird durch Polymerisation zum Beispiel der Kunststoff Polystyrol hergestellt. Styrol ist eine farblose, süßlich reichende Flüssigkeit.

T
Thermoelast
Aufgebaut aus einem Kettenmolekül thermoplastische Kunststoffe. Thermoelaste sind auf Grund ihrer nicht ausreichenden Fließfähigkeit nicht thermoplastisch verarbeitbar.
Transparenz
Die Transparenz bezeichnet die Lichtdurchlässigkeit von Objekten.
Transluzenz
Die Transluzenz ist die partielle Lichtdurchlässigkeit eines Körpers.


U
Ultrahochmolekulares Polyethylen
Durch das hohe Molekulargewicht hat das ultrahochmolekulare Polyethylen eine gute Verschleißfestigkeit.


V
Verstärkte Kunststoffe
In den Kunststoff werden Verstärkungsfasern eingebaut die dem Kunststoff eine höhere Festigkeit geben. Die Fasern können aus Glas, Kohlenstoff oder Mineralien bestehen.
Viskosität
Die Viskosität ist ein Maß für die Zähflüssigkeit von Werkstoffen.

W
Wärmealterung
Wird ein thermoplastischer Kunststoff über längere Zeit einem Wärmeeinfluss ausgesetzt, so spalten sich die für die Festigkeit sorgenden langen Polymerketten. Diese Verkürzungen führen zur Versprödung des Werkstoffes.
Wärmeleitfähigkeit
Die Wärmeleitfähigkeit eines Kunststoffes wird bestimmt durch die Geschwindigkeit, mit der sich eine Erwärmung durch den Stoff ausbreitet.


X
Xylenol
Xylenol ist ein aus Steinkohleether gewonnenes Phenolharz.


Z
Zersetzungstemperatur
Kunststoff beginnt sich ab einer bestimmten Temperatur zu zersetzen. Auf die Temperatur ist besonders bei der thermischen Verarbeitung von Kunststoff zu beachten.


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